Nachhaltig Leben: 10 Tipps für deinen Allltag

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Wir alle wissen, dass unser durchschnittlicher ökologischer Fußabdruck in Deutschland viel zu groß ist. Aber nachhaltig Leben kann so einfach sein! Wir haben ein paar Tipps für dich, die du ohne großen Aufwand umsetzen kannst! Du kannst bewusster, weniger und ökologischer konsumieren, oder mit deinem Geldbeutel die Unternehmen unterstützen, die sich für unsere Umwelt einsetzen. Egal wie – jeder Schritt zählt – für unsere gemeinsame Zukunft! 

1. Mit Stoffbeutel, Rucksack, oder Korb zum Einkaufen

Man kann sich super schnell angewöhnen, einfach immer eine umweltfreundlichere Alternative zu Plastiktüten mit einzupacken, wenn man aus dem Haus geht. Schöne Stoffbeutel oder Einkaufsnetze beispielsweise passen zusammengefaltet auch in jede Handtasche. So ist man selbst für Spontankäufe bestens vorbereitet! Papiertüten sind zwar besser als Plastiktüten, aber auch die sollte man nicht jedes mal neu kaufen.

2. Weniger Fleisch essen

Fakt ist: „Für die Herstellung von einem Kilo Rindfleisch sind über 15.000 Liter Wasser nötig. Hinzu kommt ein großer Bedarf an Futtermittel, die angebaut werden müssen. Ein Rind frisst in der Regel 1.300 Kilo Getreide und 7.200 Kilo Heu und Silage, bevor es geschlachtet wird“, wie man auf der Website der Bundesregierung nachlesen kann. Es ist unrealistisch und vielleicht auch etwas übertrieben, dass alle Menschen deshalb sofort zu Vegetariern werden sollen. Aber: reduzieren kann jeder. Probiert doch einfach mal aus, Wochentag-Vegetarier zu sein! Dann freut man sich viel mehr auf etwas Besonderes am Wochenende, und hat einen gesünderen, bewussteren, und nachhaltigeren Fleischkonsum.

3. Umweltfreundlicher Kochen

Auch beim Kochen kann man ein paar einfache Tipps beachten, um Ressourcen zu sparen. Umluft beim Backofen verbraucht weniger Energie als Ober- und Unterhitze. Den Ofen ohne Vorheizen zu benutzen bedeutet zwar, dass man ein bisschen länger auf sein Essen warten muss, dafür spart man aber bis zu 20 Prozent Strom! Weniger Energie verbraucht man natürlich auch, wenn man mit Deckel kocht und für heißes Wasser den Wasserkocher anstatt die Elektroherdplatte benutzt. Und: eine voll beladene Geschirrspülmaschine ist sparsamer als das Abwaschen mit Hand.

4. Weniger Auto fahren

Könnt ihr unter der Woche nicht aufs Auto verzichten? Dann aber vielleicht am Wochenende! Oder andersrum. Es gibt so viele Alternativen: Zu Fuß, mit dem Tretroller, mit Inline Skates, dem Fahrrad und natürlich öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch das Bilden von Fahrgemeinschaften wird immer einfacher – und ist auf jeden Fall besser, als allein im Auto zu sitzen! Gespräche auf solchen Fahrten werden einen bestimmt bereichern 😉 

5. Upcyclen

Nicht alles muss gleich weggeschmissen werden, wenn es seinen primären Zweck erfüllt hat. Leere Schraubgläser können zum Beispiel super als Aufbewahrungsgefäße für Marmelade, Müsli, Nähutensilien, oder Stifte wiederverwendet werden. Und was macht man mit einer kaputten Tasse ohne Henkel? Eine Vase! Lasst eurer Kreativität freien Lauf! Und wie wärs mit einer Upcycling Session mit Freunden oder Familie? Da ist der Spaß garantiert. 

6. Nachhaltigkeit im Badezimmer

Natürlich kann auch beim Beauty-Programm im Badezimmer einiges beachtet werden, um die Umwelt zu schonen: Wasserhahn beim Zähneputzen, Einseifen und Rasieren einfach zudrehen; Seifenstücke statt Flüssigseife in Plastik-Wegwerf-Verpackung benutzen; Produkte wie Duschgel oder Haarshampoo mit Mikroplastik ganz aus dem Badezimmer verbannen; Gesichtscreme ohne Palmöl, Deo ohne Aluminium, Aftershave ohne Phthalate, und wiederverwendbare Produkte wie Abschminkpads aus Baumwolle verwenden. Es gibt so viele tolle umweltschonende Varianten des gleichen Produkts!

7. Müll vermeiden

Beim Einkaufen (Tschüss Plastiktüte!) oder im Badezimmer (Tschüss Wattepads!) lässt sich schon sehr viel Müll vermeiden. Hier sind noch mehr Beispiele: Obst und Gemüse lose kaufen oder mitgebrachte Stoffnetze verwenden; Mehrweg- statt Einwegflaschen wählen, Mehrweg- oder Thermobecher für den Coffee-To-Go benutzen, die Kapselmaschine mit Filterkaffee austauschen, Tupperware statt Frischhalte-, Alufolie, oder Gefrierbeutel verwenden, und den Schwamm oder waschbare Küchentücher anstatt der Papierküchenrolle für Kleckereien einsetzen!

8. Auf Fast Fashion verzichten

Fast Fashion Unternehmen in der Modeindustrie produzieren laufend neue Trend-Kleidungsstücke, die so billig sind, dass man sie impulsartig kauft. Wenn sie am Ende doch nicht richtig gefallen, werden sie weggeworfen, waren ja nicht so teuer. Oder einfach nicht getragen, weil man so viele andere Klamotten hat. Fast Fashion sorgt dabei für viele gravierende Umweltsünden: genveränderter, wasser- und energieaufwendiger Anbau der Baumwolle, Boden- und Wasserverschmutzungen durch industrielle Abwässer, Ressourcenverschwendung. Fast Fashion ist weder gut für die Umwelt, noch gut für die Menschen, die unter extrem schlechten Bedingungen in den Fabriken arbeiten. Sie ist nur gut für die Unternehmen und Konsumenten. Was tun gegen Fast Fashion? Hier sind unsere Tipps für euch: Kleiderschrank durchforsten und organisieren, vorhandene Kleidungsstücke pflegen, qualitativ hochwertige und damit langlebige Kleidung kaufen, gut kombinierbare Klamotten zulegen, Kleidung reparieren oder upcyclen, nicht mehr gebrauchte Kleidung tauschen oder verkaufen. So wirkst du dem Problem der Fast Fashion in deinem Alltag entgegen!

9. Auf deinen digitalen Fußabdruck achten

Server-Farmen und deren Kühlung, die Herstellung und der Stromverbrauch von Endgeräten, mit denen gestreamt und gesurft wird hinterlassen einen großen CO2 Fußabdruck. Allein im Jahr 2018 hat Video-Streaming mehr als 300 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verursacht. Keine Angst, du musst nicht gleich sämtliche Musik- und Video-Streaming-Abos kündigen! Aber bei den meisten Diensten kannst du die Qualität der Übertragung einstellen. Vielleicht muss es nicht immer Ultra HD sein?

10. Foodgrube unterstützen

Hier sammelst du gleich ganz viele positive Nachhaltigkeitspunkte: Unterstütze uns, denn dadurch werden nicht nur genießbare Lebensmittel vor dem wegschmeißen gerettet, auch das Wasser und die Energie, die fürs Herstellen und Verpacken eingesetzt wurden waren nicht umsonst. Außerdem entscheidest du dich damit für regionale und saisonale Lebensmittel aus dem Münchner Umland. Gut für die heimischen Landwirte – gut für die Ökobilanz!